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Giuseppe Verdis "Giovanna d´Arco"
Bei der Oper „Giovanna d'Arco" handelt es sich um ein Stück in drei Akten mit einem Prolog versehen.
Das Libretto hierfür schrieb wie schon ein paar Male vorher Temistocle Solera nach einer Vorlage von Friedrich von Schiller.
Die Uraufführung fand am 15. Februar 1845 in der Mailänder Scala statt.
Die Besetzung besteht aus lediglich fünf Personen, vergleichsweise zu anderen Stücken Verdis eine nahezu Minimierung. Zu den Personen gehören Karl VII, der König von Frankreich (Tenor), Jakob, ein Landwirt aus Domrémy (Bariton), Johanna, seine junge Tochter (Sopran), Delil, ein Offizier des Königs (Tenor) und Talbot, der Oberbefehlshaber der Engländer (Bass).
Weiter sind vertreten der Hofstaat, Offiziere, französische und englische Soldaten, wie auch Beamte, Wachen, das Volk und gute und böse Geister.
Ort und Zeit des Geschehens ist Frankreich im Jahre 1429.
Im Prolog kommt König Karl von Frankreich zu Wort. Er erzählt von seinem Traum von einer Madonna, die ihm sagte, er solle seine Kriegsinsignien, Schwert und Helm, zu ihren Füßen niederlegen. Der König erzählt dem französischen Volk, das durch die Engländer schon lange bedrängt werde, von diesem Traum. Im realen Leben zurück kommt er in einem Wald an eine Lichtung, an dem eine Madonnenfigur steht. Er erkennt, dass es sich dabei um den Ort aus seinem Traum handelt. In Wirklichkeit sieht er dort nun Johanna, die zu Füßen der Madonna betet.
Karl folgt seinem Traum und legt Schwert und Helm zu Füßen der Muttergottes nieder. Johanna überzeugt ihn davon, in den Krieg gegen die Engländer zu ziehen. Sie prophezeit den Sieg der Franzosen. Währenddessen beobachtet Johannas Vater Jakob die beiden und folgert falsch, dass Johanna zu der Geliebten des Königs geworden sei.
Die Franzosen siegen tatsächlich über England. Jakob, Johannas Vater, trifft sich jedoch mit dem Feind und verspricht Talbot Unterstützung. Er glaubt, dass den Franzosen übernatürliche Hilfe zuteil geworden war.
Der König gesteht Johanna seine Liebe, Johanna wird aber von Stimmen aus dem Himmel gewarnt. Sie solle dieser Liebe nicht nachgeben. Obwohl sie Heimweh nach dem heimatlichen Dorf hat, bleibt sie am Hof in Reims. Dämonen glauben über Johanna gesiegt zu haben. Diese selbst erkennt ihre Nachgiebigkeit, sie hat ihren heiligen Auftrag verraten.
Karl wird gekrönt. Bei der Krönung ist auch Johanna anwesend. Dort wird sie durch ihren eigenen Vater Jakob der Hexerei beschuldigt. Sie widerspricht nicht. Als es donnert und blitzt, scheint die Anschuldigung bestätigt. Das Volk fordert, Johanna als Zauberin den Engländern auszuliefern. Sie solle verbrannt werden.
Jakob wird jedoch eines besseren belehrt. Johanna wird eingekerkert, bittet Gott um Gnade und Rettung. Ihr Vater beobachtet sie beim beten. Er sieht, dass sie anscheinend nicht mit Dämonen im Bunde ist, sondern weiter gläubig und mit Gott spricht. Er erkennt, welches Unrecht er seiner Tochter getan hat. Er befreit sie, und wieder kämpfen sie gegen die Engländer. Sie siegen erneut, jedoch ist Johanna tödlich verletzt. Es kann ihr nicht mehr geholfen werden. Während Jakob und der König Gott für den Sieg danken und um den Tod Johannas beklagen, geht Johanna in den Himmel ein. Sie geht dem Licht entgegen.
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