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Giuseppe Verdis "I masnadieri"
In „I masnaderi“ setzte Giuseppe Verdis Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“ in eine Oper um. Diese besteht aus vier Akten, das Libretto schrieb Andrea Maffei.
Uraufgeführt wurde das Stück am 22. Juli 1847 im Londoner Her Majesty´s Theatre am Haymarket. Bemerkenswert ist hierbei, dass es sich um eine italienische Oper handelt, die auf deutscher Vorlage beruht, jedoch in keinem der beiden Länder uraufgeführt wurde.
Die Besetzung besteht aus lediglich sieben Personen. Mit dabei sind Maximilian, der Graf von Moor (Bass), seine Söhne Karl und Franz (Tenor und Bass), Amalia, eine Weise und Nichte des Grafen (Sopran), Hermann, der Diener Maximilians (Tenor), Pastor Moser (Bass) und Roller, ein Räuber und Gefährt aus der Bande Karl von Moors (Tenor).
Weiter singen Damen, junge Menschen, Räuber und die Dienerschaft.
Ort des Dramas ist Böhmen, Sachsen und Franken zu Beginn des 18. Jahrhunderts.
Der erste Akt beginnt mit Karl Moor, dem Erstgeborenen, der sich aus Weltverdruss einer Räuberbande anschließt und deren Hauptmann wird. Er möchte die Welt revolutionieren, merkt aber, dass er daran scheitert. Doch er möchte sie auch mit seinem Vater versöhnen und schreibt an diesen einen Brief, der jedoch von seinem Bruder Franz beantwortet wird. Franz ist neidisch und stellt sich in den Weg zwischen Vater und Karl. Karl, der glaubt, sein Vater lehne den Versöhnungsversuch ab, bleibt verzweifelt bei den Räubern.
Franz ist siegessicher und berichtet seinem Vater, dass sein Erstgeborener Karl in einer Schlacht gefallen sei, ihm aber seine Geliebte und Verlobte Amalia anvertraut habe. Der Vater bricht zusammen.
Im zweiten Akt steht Amalia am Grab ihres tot geglaubten Onkels. Der Diener Hermann kommt vorbei und berichtet still, dass weder Karl noch der alte Moor tot sind. Er geht als Franz vorbeikommt. Dieser wird von Amalia abgewiesen als er um sie wirbt. Amalia läuft davon.
Währenddessen kämpfen Karl und seine Kumpanen um ihr Leben, als sie im Wald von Feinden umzwingelt werden. Zunächst hatten sie Roller aus den Fängen der Justz befreit.
Nach der Schlacht, aus der sie sich gerade noch befreien konnten, trifft Karl auf dem Weg in die Heimat im Wald auf Amalia, der er aber verschweigt, was er so macht. Amalia berichtet von den Geschehnissen aus der Heimat. Karl trifft zufällig auf den Diener, der ihm berichtet, dass der alte Graf nicht tot, sondern in einem Turm eingesperrt sei. Karl eilt zu ihm, sein Vater erkennt ihn aber nicht mehr. Als er erfährt, was Franz so treibt, schickt er Leute aus, die ihn festenehmen sollen.
Im vierten Akt hat Franz Alpträume, die Absolution, um die er bittet, wird ihm jedoch verweigert. Er stürzt voller Pein weg. Karl gibt sich währenddessen seinem Vater zu erkennen. Dieser ist überglücklich seinen Lieblingssohn wiederzuhaben. Er segnet ihn und stirbt. Franz sieht er nicht noch einmal, so muss dieser ohne den väterlichen Segen auskommen, der ihm verweigert worden wäre. Auch Amalia erkennt die Wahrheit. Diese wird von ihrem Geliebten auf Wunsch erstochen, da sie ohne ihn kein ehrloses Leben führen will. Abschließend verlässt Karl auch die Räuber um sich der Justiz zu stellen.
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